Mittwoch, Juni 15, 2016

UEFA Euro 2016, Gruppe F: Österreich - Ungarn 0:2 Die Ungarn haben Österreich den EURO-Auftakt gründlich verdorben. Das Team um David Alaba verlor überraschend gegen den leidenschaftlicheren Nachbarn.

Die Österreicher verloren ihr erstes Spiel in der Gruppe F in Bordeaux mit 0:2 und stehen nun gewaltig unter Druck. Für die Ungarn, denen mit diesem Sieg die bislang größte EM-Überraschung gelang, trafen Adam Szalai (62. Minute) und Zoltan Stieber (88.) Das Team von Trainer Marcel Koller fand während der ganzen Partie nicht zu seinem Rhythmus. Ungarn dagegen überzeugte mit sehr engagierter und disziplinierter Spielweise.

"Wir sollten den Kopf nicht hängen lassen. Wir waren die bessere Mannschaft", machte sich Bayern-Profi David Alaba nach der Partie Mut. Ungarns deutscher Trainer Bernd Storck konnte dagegen sein Glück über den ersten ungarischen EM-Sieg seit 1964 kaum fassen: "Ich fand es grandios, was die Mannschaft geleistet hat. Wir wurden belohnt. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen.


"
Kiraly nun ältester EM-Akteur

Zunächst schrieb ein Ungar Geschichte: Torwart und Ex-Bundesligaprofi Gabor Kiraly löste mit exakt 40 Jahren und 74 Tagen Lothar Matthäus als ältesten Spieler der EM-Geschichte ab. Die Österreicher starteten angeführt von David Alaba mit sechs Bundesliga-Profis in das Turnier. Bei den Ungarn begannen in Adam Szalai(Hannover 96) und Laszlo Kleinheisler (Werder Bremen) zwei Spieler aus der deutschen Eliteliga.

Fast wäre Kiraly auch zum am schnellsten bezwungenen Torwart dieser EMgeworden, denn das 138. (!) Aufeinandertreffen beider Teams begann mit einem Paukenschlag: Nach 32 Sekunden traf der bei den Österreichern im Mittelfeld agierende Alaba mit seinem Flachschuss aus 20 Metern den rechten Pfosten. Der Dreh- und Angelpunkt des österreichischen Spiels sorgte in der elften Minute mit einer Direktabnahme auch für den zweiten gefährlichen Abschluss.


Ungarn selbstbewusst und engagiert

Ansonsten aber taten sich die Österreicher gegen die selbstbewussten und engagierten Ungarn schwer. Wieselflink und mit schnellen Pässen kombinierte sich der Außenseiter durchs Mittelfeld, erarbeitete sich phasenweise eine Ballbesitzquote von 60 Prozent. Mit ihrem Pressing verhinderten die Ungarn effektiv die Tempoaufnahme im österreichischen Spiel. Bis auf ein, zwei Distanzschüsse von Kleinheisler waren aber auch die ungarischen Angriffsversuche früh beendet. Auf der anderen Seite musste Keeper Kiraly erst in der 35. Minute wieder seine Jogginghose richten, nachdem er einen Aufsetzer Zlatko Junuzovicsmit langem Arm klasse von der Linie gekratzt hatte.

Die größte Chance der Österreicher verbaselte Martin Harnik, als er nach einem wunderbaren, direkten Angriff über die linke Seite aus fünf Metern freistehend über den Ball stolperte. Quasi im Gegenzug schob Ungarns Balazs Dzsudzsak den Ball knapp am linken Pfosten vorbei.


Doppelschock für Österreich

Nach dem Seitenwechsel erwiesen sich die Ungarn weiter als unbequemer Gegner. Mehr noch: In der 62. Minute setzte sich der zur Zeit von Hoffenheim an Hannover 96 ausgeliehene Adam Szalai im Strafraum gegen drei Gegenspieler durch und schob den Ball im Fallen zur ungarischen Führung ins Netz. Szalai beendete damit eine lange Flaute: In der Nationalmannschaft hatte er letztmals im Oktober 2014 gegen die Färöer Inseln getroffen, in der Bundesliga im Dezember 2014.

Der nächste Schock für Österreich folgte auf dem Fuße: Schiedsrichter Clément Turpin schickte Aleksandar Dragovic in der 66. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot unter die Dusche.


Konter sorgt für endgültigen K.o.

In Unterzahl hatten die Österreicher nicht mehr viel zuzulegen. Im Gegenteil: Für Ungarn hatten Nagy (70.), Nemeth (72.) und Kleinheisler (74.) die Chance zu erhöhen. Mit einem Konter machte Zoltan Stieber nach Zuspiel von Kleinheisler kurz vor Schluss dann alles klar für die Ungarn. Unter dem herausstürmendenRobert Almer spitzelte der Mittelfeldspieler vom 1. FC Nürnberg die Kugel ins Netz.

Am Samstag treffen die Ungarn in ihrer zweiten Partie auf den zweiten Außenseiter Island, wenig später ist Österreich gegen den Gruppenfavoriten Portugal fast schon zum Siegen verdammt. Dabei wird Junuzovic vielleicht nicht mitwirken können: Der österreichische Regisseur verletzte sich am rechten Knöchel und droht auszufallen.
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http://www.sportschau.de/uefaeuro2016/spielbericht-oesterreich-gegen-ungarn-100.html


Etiketten: UEFA Euro 2016, Ungarn, Fußball

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